Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat dem Abbruch des Aufnahmegebäudes Bahnhof Aarau von 1859 unter der Auflage zugestimmt, dass der Bau vor und während des Abbruchs zuhanden der Denkmalpflege des Kantons Aargau und der SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen fachgerecht dokumentiert wird. Grundlage dieser Anforderung ist die Einstufung des Gebäudes im Inventar historischer Bahnhöfe als „von nationaler Bedeutung“ mit den Schutzzielen „integrales Erhalten“, „Beseitigung aller störender Eingriffe“ und „Veränderung nur in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Bundes“.
Das Büro ARCHEOS hat diese Abbruchdokumentation in Zusammenarbeit mit der Projektleitung SBB, mit der Fachstelle Denkmalpflege der SBB und mit dem Fotografen Rolf Steinegger konzeptioniert. Die besondere Herausforderung lag in der Koordination der Dokumentationsarbeiten mit dem Abbruch des Altbaus und mit dem Fortschreiten der Arbeiten am neuen Bahnhof.
Von der Forderung des BAK nicht betroffen war das ehemalige Bahnpostgebäude. Recherchen im Archiv der SBB in Luzern zeigten aber rasch, dass die Baupläne von 1949 die Signatur von Alfred Ramseyer (1884-1957) tragen, der 1919-1950 Sektionschef des SBB-Hochbaubüros in Luzern war. Die Qualität des Baus und die laufenden Bestrebungen der SBB, die Werke ihrer bekannten Architekten aufzuarbeiten, legten den Einbezug des Bahnpostgebäudes in die Abbruchdokumentation nahe.
Die Gemeinde Trub im Kanton Bern vereint auf ihrem Boden viele typische Merkmale des Oberen Emmentals. Hier lässt sich das Eingreifen des Menschen in die Kulturlandschaft mit all seinen Facetten seit dem 12. Jahrhundert verfolgen. Die Urbarisierung unter den sich ständig ändernden äusseren Bedingungen hat ihre Spuren auch in der Hauslandschaft hinterlassen, wobei die verschiedenen Siedlungsformen, die Bewirtschaftungsarten und die Gebäudetypologie einem steten Wandel unterworfen waren. In Trub findet sich ein Baubestand von überdurchschnittlicher Qualität, und die diversifizierten Wirtschafts- und Siedlungsformen zeugen von den Ansprüchen, die an die Bewohnerinnen und Bewohner immer wieder von neuem gestellt wurden.
Das Büro ARCHEOS entwickelte für den Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) ein Konzept, das all diese Aspekte in einer illustrierten und gut lesbaren Form zeigen sollte. Entstanden ist ein brillant bebildertes Lesebüchlein und zugleich ein praktischer Reisebegleiter.
