ARCHEOS inventarisiert im neu geschaffenen Archivraum die jüngeren Bestände der Burgerschaft Leuk. Dafür werden sämtliche Dokumente gesichtet, neu geordnet und in geeignete Archivschachteln verpackt. In Absprache mit dem Auftraggeber werden einzelne Bestände in einem detaillierten Verzeichnis erfasst und damit – neben der umfassenden Inventarliste – zusätzlich erschlossen.
Schliesslich werden auf alle Archivschachteln die ihnen zugeordneten Signaturen geklebt und das bestehende Archiv für die Integration der künftigen Bestände vorbereitet.
Die Scintilla AG feiert 2017 ihr hundertjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden in einer Publikation die verschiedenen Meilensteine der Firma und damit ein bedeutendes Stück Schweizer Industriegeschichte für die Nachwelt dokumentiert und gewürdigt. ARCHEOS hat das Inhaltskonzept für die Publikation in Form eines durchgehend bebilderten Buches erarbeitet. Ab Juni 2017 ist die Jubiläumspublikation in den Buchhandlungen zu kaufen.
Im Auftrag des Synodalrats der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern hat sich das Büro ARCHEOS mit der Frage auseinandergesetzt, ob, und wenn ja, anhand welcher Kriterien sich der Wert der Kirchengüter, die 1804 der bernischen Verwaltung unterstellt worden sind, plausibel schätzen lässt. Hierzu hat ARCHEOS sieben relevante und repräsentative Pfarreien ausgesucht und ermittelt, aus welchen Vermögenswerten diese 1804 zusammengesetzt waren und aus welchen Einkünften die Kirchgemeinden damals ihre Pfarrer besoldet haben. Zur Klärung der Vermögenswerte hat ARCHEOS das Verzeichnis der Kirchengüter von 1831, das den Zustand von 1804 abbildet, konsultiert. Weitere Informationen lieferten die Pfrundpläne aus dem 19. Jahrhundert und die Pfrundurbarien. Zur Analyse des Besoldungssystems hat ARCHEOS die Jahresrechnungen zur Besoldung der Geistlichen, die Amtsrechnungen und die Standesrechnungen des Kantons Bern ausgewertet.
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Die Gebäudeversicherung Bern ist eine traditionsreiche und nicht mehr wegzudenkende Institution im Kanton Bern. Ueli Winzenried, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, beauftragte ARCHEOS 2014 mit der Aufarbeitung der über 200-jährigen Firmengeschichte. Im Gespräch mit ehemaligen und aktuellen Mitarbeitenden der GVB, durch die Lektüre zahlreicher Medienberichte und beim Durchforsten des reichhaltigen Firmenarchivs konnte ARCHEOS eine umfang- und facettenreiche Geschichte rekonstruieren. Das von ARCHEOS erstellte Rohmanuskript dokumentiert die Entwicklung der bernischen Gebäudeversicherung und nimmt jüngere Themen wie der Kampf um das Monopol der Gebäudeversicherer, die konsequent umgesetzte Privatisierungsstrategie oder die stetige Professionalisierung des Unternehmens auf.
Der Gemeinnützige Verein Martinsheim Visp hat beschlossen, ein Museum für Lebensgeschichten im Oberwallis (MfLO) zu eröffnen. Die erste Ausstellung widmet das Martinsheim seinem Gründer, Dr. Peter Z’Brun, der als langjähriger Chefarztdirektor das Visper Spital von einem Einmann- zu einem Fachspital ausgebaut hat.
Das Büro ARCHEOS hat bei der Ausstellung das Inhaltskonzept erarbeitet und zusammen mit Thomas Antonietti, ehemaliger Kurator des historischen Museums in Sion, die Projektleitung übernommen und gestalterische Arbeiten begleitet. Daneben kümmerte sich das Büro ARCHEOS um die aufwändige Detailrecherche über die wesentlichen Stationen im Leben von Peter Z’Brun. Ein Grossteil der Informationen konnten in Interviews mit den Angehörigen gesammelt und anschliessend aufbereitet werden. In einer Begleitbroschüre wurden schliesslich die Meilensteine aus Z’Bruns Leben dokumentiert.
Der Niedersimmentaler Zimmermeister Hans Messerli (1718-1806) gilt heute als einer der wichtigsten Oberländer Zimmermänner des 18. Jahrhunderts. Einzelne seiner zahlreichen Bauten zählen zu den bedeutendsten Baudenkmälern im Kanton Bern.
Da eine erste Publikation zu Hans Messerli aus dem Jahr 1987 vergriffen war, beschloss die Stiftung Agensteinhaus und das Simmentaler Talmuseum in Erlenbach eine Neuauflage der Broschüre in Auftrag zu geben. Das Büro ARCHEOS hat dabei den Konzeptentwurf gestaltet, die inhaltliche Erarbeitung übernommen und die Zusammenarbeit der beteiligten Partner koordiniert. Im Zentrum der Publikation steht das lange und schaffensreiche Leben Messerlis.
Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Niederbipp hat sich dazu entschieden, ihre bislang unsystematische Ablage der laufend anfallenden Dokumente zu erfassen.
Das Büro ARCHEOS hat vorab die grundsätzlichen klimatischen und sicherheitsbezogenen Voraussetzungen des Archivraums sowie die Beschaffenheit der eingelagerten Archivalien geprüft. Anschliessend musste der gesamte Bestand gesichtet, nach einem logischen, benutzerfreundlichen Prinzip kategorisiert und erfasst werden. Die eingelagerten Archivalien wurden geordnet, klassifiziert und mit Signaturen versehen. Dies ermöglichte letztlich eine übersichtliche Darstellung in Form eines digitalen und gedruckten Findmittels.
René Hell, der Präsident des Marzili-Dalmazi-Leists, kam 2010 mit einer Anfrage zu ARCHEOS. Im Gepäck hatte er drei unscheinbare Bücher, die offensichtlich bereits einige Jahre auf dem Buckel hatten. Nach kurzem Gespräch wurde klar, dass es sich dabei um Zeitzeugen aus der Gründungszeit des Marzili-Dalmazi-Leists handelte – also um kulturhistorische Schätze.
Der Marzili-Dalmazi-Leist hatte beschlossen, die in Kurrentschrift verfassten Protokollbände zu den ersten Leistsitzungen transkribieren zu lassen. Mit der Annahme des Auftrags begann für ARCHEOS eine spannende Zeitreise ins Marzili-Dalmazi-Quartier in der bewegten Zeit zwischen 1877 und 1933. Die gewissenhaft geführten Sitzungsprotokolle dokumentieren auf eindrückliche Art und Weise das Quartierleben in Bern um 1900. Sie sind heute über die Webseite des Leists frei zugänglich.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat dem Abbruch des Aufnahmegebäudes Bahnhof Aarau von 1859 unter der Auflage zugestimmt, dass der Bau vor und während des Abbruchs zuhanden der Denkmalpflege des Kantons Aargau und der SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen fachgerecht dokumentiert wird. Grundlage dieser Anforderung ist die Einstufung des Gebäudes im Inventar historischer Bahnhöfe als „von nationaler Bedeutung“ mit den Schutzzielen „integrales Erhalten“, „Beseitigung aller störender Eingriffe“ und „Veränderung nur in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Bundes“.
Das Büro ARCHEOS hat diese Abbruchdokumentation in Zusammenarbeit mit der Projektleitung SBB, mit der Fachstelle Denkmalpflege der SBB und mit dem Fotografen Rolf Steinegger konzeptioniert. Die besondere Herausforderung lag in der Koordination der Dokumentationsarbeiten mit dem Abbruch des Altbaus und mit dem Fortschreiten der Arbeiten am neuen Bahnhof.
Von der Forderung des BAK nicht betroffen war das ehemalige Bahnpostgebäude. Recherchen im Archiv der SBB in Luzern zeigten aber rasch, dass die Baupläne von 1949 die Signatur von Alfred Ramseyer (1884-1957) tragen, der 1919-1950 Sektionschef des SBB-Hochbaubüros in Luzern war. Die Qualität des Baus und die laufenden Bestrebungen der SBB, die Werke ihrer bekannten Architekten aufzuarbeiten, legten den Einbezug des Bahnpostgebäudes in die Abbruchdokumentation nahe.
Die Gemeinde Trub im Kanton Bern vereint auf ihrem Boden viele typische Merkmale des Oberen Emmentals. Hier lässt sich das Eingreifen des Menschen in die Kulturlandschaft mit all seinen Facetten seit dem 12. Jahrhundert verfolgen. Die Urbarisierung unter den sich ständig ändernden äusseren Bedingungen hat ihre Spuren auch in der Hauslandschaft hinterlassen, wobei die verschiedenen Siedlungsformen, die Bewirtschaftungsarten und die Gebäudetypologie einem steten Wandel unterworfen waren. In Trub findet sich ein Baubestand von überdurchschnittlicher Qualität, und die diversifizierten Wirtschafts- und Siedlungsformen zeugen von den Ansprüchen, die an die Bewohnerinnen und Bewohner immer wieder von neuem gestellt wurden.
Das Büro ARCHEOS entwickelte für den Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) ein Konzept, das all diese Aspekte in einer illustrierten und gut lesbaren Form zeigen sollte. Entstanden ist ein brillant bebildertes Lesebüchlein und zugleich ein praktischer Reisebegleiter.
