Im Auftrag des Synodalrats der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern hat sich das Büro ARCHEOS mit der Frage auseinandergesetzt, ob, und wenn ja, anhand welcher Kriterien sich der Wert der Kirchengüter, die 1804 der bernischen Verwaltung unterstellt worden sind, plausibel schätzen lässt. Hierzu hat ARCHEOS sieben relevante und repräsentative Pfarreien ausgesucht und ermittelt, aus welchen Vermögenswerten diese 1804 zusammengesetzt waren und aus welchen Einkünften die Kirchgemeinden damals ihre Pfarrer besoldet haben. Zur Klärung der Vermögenswerte hat ARCHEOS das Verzeichnis der Kirchengüter von 1831, das den Zustand von 1804 abbildet, konsultiert. Weitere Informationen lieferten die Pfrundpläne aus dem 19. Jahrhundert und die Pfrundurbarien. Zur Analyse des Besoldungssystems hat ARCHEOS die Jahresrechnungen zur Besoldung der Geistlichen, die Amtsrechnungen und die Standesrechnungen des Kantons Bern ausgewertet.

2015-12-07-bericht-totalrevision-kirchengesetz
Der_Bund_2015-12-09