13. Juni 2017 | Die kleine Oberwalliser Gemeinde Ernen ist ab dem 25. Juni 2017 um eine Attraktion reicher: Neben dem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten klassischen Musikfestival, der imposanten gotischen Kirche und dem Erner Galgen erwartet den interessierten Besucher künftig eine neue Ausstellung im zentral gelegenen Zendenrathaus. Dabei steht ein düsteres Kapitel aus der Erner Geschichte im Fokus: der Hexenprozess gegen Ursula Becher aus Innerbinn.
Da Ernen lange Zeit über die Blutgerichtsbarkeit verfügt hat und damit vor Ort über Leben und Tod urteilen konnte, finden sich in den Aufzeichnungen aus früheren Jahrhunderten Belege für unmenschliche Verhörmethoden, grausame Folterinstrumente und brutale Hinrichtungsarten. Anschaulich und spannend werden in der neuen Ausstellung die verschiedenen Facetten der Erner Gerichtsbarkeit im Mittelalter und der Frühen Neuzeit beleuchtet. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann im Erner Tourismus-Büro weitere Informationen über individuelle oder geführte Rundgänge beziehen.
31. Mai 2017 | Schriftquellen berichten, dass im März 1421 der Grundstein des Berner Münsters gelegt wurde. Erst rund hundert Jahre später, als Martin Luther mit seinen Thesen bald europaweit für Aufregung sorgte, wurde in Bern das einzigartige, mit 87 Heiligenköpfen versehene Chorgewölbe fertiggestellt.
Der «Himmlische Hof» wird nun 500 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum bietet die Berner Münster-Stiftung verschiedene Informationsplattformen, die die Geschichte des Wunderwerkes und seine mehrjährige sanfte Restaurierung thematisieren, an. Ab Juli 2017 wird schliesslich das Gerüst im Münsterchor selbst zur Informationsplattform: Auf halber Höhe können Besucher die prachtvollen mittelalterlichen Glasmalereien und das frisch restaurierte Chorgewölbe bestaunen. Den Höhepunkt des Jahres bildet am 18. November 2017 um 10.30 Uhr die Feier zum Jubiläum und zur Einweihung des renovierten Chorgewölbes.
9. Mai 2017 | Am 18. Mai 2017 verleihen die Kantonale Denkmalpflege Bern und die Fachkommission für Denkmalpflege bereits zum achten Mal Preise für den herausragenden Umgang mit Baudenkmälern. Prämiert werden in diesem Jahr die nachhaltigen Restaurierungen des 1930 errichteten Badehauses des Thuner Architekten Jacques Wipf (Preis der Denkmalpflege des Kantons Bern) und der ehemaligen Zellstofffabrik in Péry-Rondchâtel (Spezialpreis der Fachkommission für Denkmalpflege).
Ausgezeichnet wird dabei das besondere Engagement der Bauherrschaften: Im Fall des Thuner Badehauses blieb damit ein Musterbeispiel der Moderne erhalten, im Fall von Péry-Rondchâtel konnte die sinnvolle Weiternutzung eines Industriedenkmals realisiert werden.
Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 18.30 Uhr im Stadtsaal des Kornhausforums Bern statt. Ergänzend dazu präsentiert eine kleine Ausstellung in der Galerie des Kornhausforums zusätzliche Informationen zu den Bauten, ihrer Geschichte und zur aktuellen Restaurierung. Die beiden Objekte können im Rahmen von Führungen im Juni 2017 auch besichtigt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Kantonalen Denkmalpflege Bern.
27. April 2017 | Das Team der Berner Münsterbauhütte setzt sich aus rund einem Dutzend Spezialistinnen und Spezialisten sowie Auszubildenden zusammen, die auf verschiedene Berufe in Stein verarbeitenden, konservierenden und restaurierenden Fachbereichen spezialisiert sind. Dank der ständigen Arbeiten am Berner Münster bauen die Mitarbeitenden ihr Fachwissen rund um den verarbeiteten Sandstein kontinuierlich aus und sind auch darum bemüht, die neuen Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So hat etwa Peter Völkle, Leiter der Berner Münsterbauhütte, in seinem 2016 erschienenen Buch «WERKPLANUNG und STEINBEARBEITUNG im MITTELALTER» die Analyse historischer Quellen aus einem neuen Blickwinkel beleuchtet: Er stellt das Handwerk in den Mittelpunkt. Auf 178 Seiten gibt er einen fundierten und sehr anschaulichen Einblick in die jahrhundertealte Tradition der Steinmetze, die Bauten der Gotik zu filigran gearbeiteten architektonischen Meisterwerken machten. Dabei erfährt man nicht nur mehr über den Entstehungsprozess des Baus selber, sondern auch über die historischen Werkzeuge und Materialen. Eine der wesentlichsten Erkenntnisse ist jedoch, dass Steine wie Schriftquellen in ihrem unveränderten Zustand wertvolle Zeugen der Geschichte sind.
21. März 2017 | Am 23. und 24. März 2017 findet in Bern die internationale Tagung Cash-Flow im späten Mittelalter statt. Das Programm startet am Donnerstag um 15 Uhr mit einem Rundgang im Berner Münster, gefolgt von einem Abendvortrag, der in das Tagungsthema einführen wird. Dabei stehen kirchliche und kommunale Jahrhundertprojekte und deren Finanzierungsquellen im Vordergrund.
Wir wünschen den Veranstaltern Richard Nemec (Uni Bern) und Gerald Schwedler (Uni Kiel) viele spannende Inputs für ihre Forschungsprojekte.
15. März 2017 | An der diesjährigen Museumsnacht vom 17. März 2017 bietet das Stadtarchiv seinen Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches und spannendes Programm rund um den Berner STAPI. Dabei empfängt es Interessierte nicht am eigentlichen Archivstandort an der Helvetiastrasse 6, sondern ausnahmsweise im Erlacherhof. Von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens sind die Türen des Berner Stadtregierungssitzes geöffnet und die Besuchenden können nicht nur den Gemeinderatssaal besichtigen, sondern auch einen Eindruck vom Wirken des Gemeinderats zu Beginn des 2. Weltkriegs gewinnen. Eine Ausstellung mit Quiz, regelmässige Führungen durch das Haus und ein Food Truck vor dem Erlacherhof runden das vielseitige Programm ab.
10. März 2017 | Nicht nur das Kantonsparlament wurde am Wochenende vom 4./5. März 2017 neu besetzt, sondern auch ein Teil des Vereinsvorstandes des Landschaftsparks Binntal. Wir freuen uns, dass unsere Co-Geschäftsleiterin Adeline Zumstein in den Vorstand gewählt wurde und Teil eines engagierten Teams sein darf.
Der Landschaftspark Binntal beschäftigt sich als «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» mit dem Erhalt einer eindrücklichen Natur- und Kulturlandschaft. Das Binntal gilt als «Tal der verborgenen Schätze» und ist bekannt für seinen Mineralienreichtum. Auch Flora und Fauna sind im Landschaftspark Binntal äusserst vielfältig. Zusätzlich sind die Dörfer und ihre Weiler derart gut erhalten, dass sie als Ortsbilder von nationaler und regionaler Bedeutung anerkannt sind. Sie liegen in einer intakten Kulturlandschaft, die heute noch mit viel Aufwand und Liebe gepflegt wird.
13. Februar 2017 | Am 17. März 2017 findet bereits in der 14. Ausgabe die Berner Museumsnacht statt. Auch dieses Jahr beteiligt sich das Staatsarchiv und lockt mit einem spannenden Programm zum Thema «verdingt – versorgt – verdrängt». In einer Ausstellung erfahren die Besuchenden mehr über die sozialen Verhältnisse im 19. und 20. Jahrhundert und welche Massnahmen der Kanton Bern im Kampf gegen die Armut ergriffen hat. Damit widmet sich das Staatsarchiv einem aktuellen politischen Thema, das Forschungsgegenstand einer Unabhängigen Expertenkommission (UEK Administrative Versorgung) ist. Im Laufe des Abends beleuchten Gäste das komplexe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Ausserdem bietet sich den Museumsnachtsbesuchenden die Gelegenheit, auf geführten Rundgängen die Archivräumlichkeiten zu erkunden.
27. Oktober 2016 | Unsere neue Homepage ist online. Nach 15 erfolgreichen Geschäftsjahren haben wir dem Internetauftritt von ARCHEOS einen neuen Anstrich verpasst. Zusammen mit Stefan Herrmann, Geschäftsführer von bytheway, einer Agentur für integrative Kommunikation und Sportprojekte, und der Fotografin Barbara Hess haben wir nicht nur gestalterisch neue Akzente gesetzt, sondern auch inhaltlich andere Schwerpunkte definiert. Ob eine Publikation zum Firmenjubiläum, ein Inventar zum von uns aufgeräumten Archiv oder ein spezifischer Rechercheauftrag – Ihre Geschichte ist unser Auftrag.
