22. März 2021 | Familientragödie, Hungersnot, Existenzbedrohung, Hoffnung und Kampf ums Überleben – mit diesen Schlagworten lässt sich der wesentliche Inhalt eines privaten Briefbestands umreissen, den ARCHEOS vor Kurzem transkribieren durfte. Und weil die Familie wegen einer Überseeauswanderung vor dem Zweiten Weltkrieg getrennt wurde und englischsprachige Nachfahren in Nordamerika hat, konnte ARCHEOS die vorwiegend in deutscher Sprache verfassten Briefe auch ins Englische übersetzen. 

In eindrücklicher Manier wird aus den Briefen, die aus den 30er- bis 50er-Jahren stammen, das Schicksal einer norddeutschen Familie deutlich. Die bereits vor dem Krieg nach Übersee ausgewanderte Tochter erkämpft sich für ihre Familie eine Zukunft, während die Familie in Deutschland mit den Querelen des Kriegs und vor allem mit den drückenden Folgen desselben kämpft. 

Vielerorts schlummern nach wie vor solche berührenden Zeugnisse der Geschichte vor sich hin. Es sind kleine Mosaikteilchen, die Detailaspekte des grossen Weltgeschehens bezeugen und auf ihre Art sehr viel mehr unter die Haut gehen, als eine anonymisierte Allgemeingeschichte.

15. Februar 2021 | Am 11. März 2021 jährt sich die Grundsteinlegung am Berner Münster zum 600. Mal. Damit ist der prächtige Bau Zeuge einer vielbewegten Stadtgeschichte, deren Spuren noch heute beim Spaziergang durch die Berner Altstadt eindrücklich erfahrbar werden.

Dabei hatte und hat das Münster auch eine grosse regionale und überregionale Ausstrahlung. Dass dies in der 600-jährigen Geschichte die Regel und keinesfalls die Ausnahme war, davon zeugen auch die unzähligen Bauleute, die sich über die Jahrhunderte um „ihr“ Münster gekümmert haben.

ARCHEOS widmet den heutigen und ehemaligen Baufachleuten in der März-Ausgabe der Berner Zeitschrift für Geschichte einen Beitrag, der die Geschichte der Münsterbauhütte in den Fokus nimmt. Der Band 01/2021 erscheint anfangs März.

26. November 2020 | Ein in die Jahre gekommenes Museum erhält ein neues Kleid! Das Regionalmuseum Binntal ist eher dezentral gelegen und dadurch ein wahrer Geheimtipp. Es können nicht nur überregional bedeutsame archäologische und mineralogische Funde bestaunt werden, sondern auch Zeugnisse der lokalen lebensweltlichen Traditionen.

Im Auftrag des Landschaftsparks Binntal, der Gemeinde Binn und der Stiftung Graeser-Andenmatten hat ARCHEOS ein Konzept erarbeitet, um das Museum zu modernisieren. Die Arbeiten sind für die kommenden zwei Jahre projektiert, sodass die eindrucksvollen Exponate ab 2022 in neuem Glanz besichtigt werden können. 

26. August 2020 | Am 18. August kommunizierte die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern die freudige Botschaft: Die Europäischen Tage des Denkmals finden trotz Corona auch 2020 statt!

Für das Wochenende vom 12. und 13. September 2020 ist wiederum ein spannendes und vielseitiges Programm geplant, das in diesem Jahr unter dem Leitthema „Weiterbauen“ zusammengestellt wurde. Mit Blick auf die Entwicklung früherer Bautraditionen bis zum heutigen Tag steht die brisante Frage im Zentrum, wie in Zukunft gebaut werden soll. 

Eine Übersicht zu den geplanten Anlässen findet sich auf der Homepage der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe (NIKE).

31. Juli 2020 | Ob historisches Bauwerk, Forschungsinstitution oder Sportverein – Jahr für Jahr stehen im kulturhistorischen Bereich zahlreiche Jubiläen an, die es zu würdigen gilt. So jährt sich etwa die Grundsteinlegung des Berner Münsters 2021 zum 600. Mal, die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) feiert ihr 75-jähriges Bestehen und der Eishockeyclub HC Davos kann sich über seinen 100. Geburtstag freuen.

Solche Jubiläen sind verknüpft mit einer bewegten und vielschichtigen Geschichte, mit Traditionen und einem guten Stück kultureller Identität. Es handelt sich um Reminiszenzen unserer Alltagswelt, die wir meist nur unbewusst und im Hier und Jetzt wahrnehmen. Dass solchen Institutionen aber eine weitaus grössere und Identität stiftende Bedeutung zukommt, wird meist erst bei einer intensiven Betrachtung der Entwicklung über die Zeit offenbar. ARCHEOS unterstützt Firmen, Vereine und Institutionen immer wieder bei der Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte und würdigt die eindrucksvollen Leistungen in einer passenden Jubiläumspublikation.

29. Juni 2020 | Im Garten des Schlosses Thunstetten stehen Restaurierungsarbeiten an. Der 1713-1715 erbaute herrschaftliche Hochparterrebau erstrahlt in seiner französischen Eleganz und ist von Weitem zu erkennen. Dafür, dass die Bausubstanz nach wie vor in gutem Zustand ist, zeigt sich seit 1970 die Stiftung Schloss Thunstetten verantwortlich.

Nachdem in den den letzten 50 Jahren verschiedenste Restaurierungsarbeiten vorgenommen worden sind, rückt in einer nächsten Etappe der Garten in den Fokus. Beauftragt vom zuständigen Architekturbüro Thomas Maurer untersucht das Büro ARCHEOS, welche bauliche Entwicklung der prunkvolle Schlossgarten hinter sich hat.

25. Mai 2020 | Das Lebenswerk von Hans Müller aus Aarberg ist beeindruckend vielfältig und umfangreich. Ob als Bauunternehmer, Politiker, Oberst im Militär, Besitzer des Hotels Krone, Literat oder Menschenfreund – er engagierte sich schier unermüdlich und stellte sich in den Dienst der Öffentlichkeit. Menschen vom Schlag des ehemaligen Nationalrats haben Seltenheitswert und sind nicht alltäglich.

Mit dem vorliegenden Buch will das Team des Ortsarchivs Aarberg Hans Müllers Lebenswerk würdigen und die Erinnerung an einen grossen Aarberger bewahren. ARCHEOS hat für das eindrucksvoll und reichhaltig bebilderte Buch die konzeptionelle Vorarbeit übernommen und die Texte geschrieben.

Die Vernissage ist für den 19. Juni 2020 angesetzt. Ab dann kann das Buch über das Ortsarchiv Aarberg gekauft werden. Hier geht es zum Kontakt.

Im Bild zu sehen: Titelbild der im Juni 2020 neu erscheinenden Publikation zu Hans Müller

27. April 2020 | Erst kürzlich ist ein umfangreicher Sammelband zur Geschichte des ersten Jahrhunderts des Berner Münsters erschienen. Es ist beachtlich, wie viele neue Aspekte dank des interdisziplinären Zugangs beleuchtet werden konnten. Zugleich wurde aber offenbar, dass unzählige Fragen zur baulichen Entwicklung noch immer offen sind. Die verschiedenen Transkriptions- und Digitalisierungsprojekte von Schrift- und Bildquellen durch die ARCHEOS GmbH bringen immer wieder neue Schätze ans Licht, die noch darauf warten, gehoben zu werden.

Einen solchen Schatz aus dem Stadtarchiv Bern konnte unsere Mitarbeiterin Michèle Steiner kürzlich im Rahmen einer universitären Recherchearbeit untersuchen. Sie ging mit Hilfe des reich illustrierten Verzeichnisses über die Frauenstühle des Berner Münsters aus dem 18. Jahrhundert der Frage nach, welche sozialen Funktionen Wappen im Kirchenraum eingenommen haben. Die zahlreichen Wappen, die im Berner Münster noch heute sichtbar sind, dienten demnach nicht nur als Nachweis für Stiftungen, sondern auch als familiäres Identifikationsmerkmal auf Kirchengestühl.

Im Bild zu sehen: Allianzscheibe von Hans Frisching und Christina Zehender von 1555 aus dem Berner Münster (Stadtarchiv Bern, SAB_D3_1_2_24).

27. März 2020 | Auch rund 600 Jahre nach der Grundsteinlegung des Berner Münsters im Jahr 1421 geht die Arbeit an der grössten spätmittelalterlichen Kirche der Schweiz nicht aus. Im Zuge der laufend erforderlichen Restaurierungsmassnahmen am Bauwerk führt die Münsterbauhütte aktuell Arbeiten an der Nordwand der Gerbernkapelle durch. ARCHEOS hat für diesen Bereich eine baugeschichtliche Chronologie erstellt und konnte dabei auf einen reichhaltigen Schatz an Schrift- und Bildquellen aus verschiedenen Berner Archiven zurückgreifen.

Die Auswertung der vollständig erfassten und verorteten Baujournale der Münsterbauhütte (1889-1917), der von ARCHEOS transkribierten Kirchmeierrechnungen und der digitalisierten Münster-Fotografien aus dem Berner Kunstdenkmälerbestand ermöglichte es, die in der Vergangenheit an der Gerbernkapelle getätigten baulichen Eingriffe detailliert zu rekonstruieren. Damit kann das Berner Münster für weitere 600 Jahre Geschichte gewappnet werden.

25. Oktober 2019 | Gemäss Denkmalschutzgesetz § 21 des Kantons Zug sind Objekte, deren Schutz erwogen wird, im kantonalen Inventar der schützenswerten Denkmäler zu verzeichnen. Diese Bestandsaufnahme dient als Grundlage für die Revision des Inventars schützenswerter Denkmäler und wurde bis 2019 in allen Gemeinden des Kantons durchgeführt. Die Aufnahme erfolgte flächendeckend für das gesamte Kantonsgebiet nach einheitlichen Grundsätzen auf systematische Weise.

Im nächsten Schritt werden die noch ausstehenden Inventarblätter der bereits geschützten Objekte nach denselben Standards verfasst. ARCHEOS bearbeitet zurzeit im Auftrag des Amtes für Denkmalpflege und Archäologie die Schutzobjekte der Gemeinde Baar. Dabei werden die bestehenden Grundlagen und Informationen zusammengetragen und qualitativ ausgewertet. Am Ende sind alle Schutzobjekte in einem Übersichtsblatt dargestellt, verortet, beschrieben und gewürdigt.