24. August 2024 | Das «Heidehüs» in Steinhaus VS wurde in einem mehrjährigen Projekt (2019-2024) unter der Leitung der Stiftung Baustelle Denkmal in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege Wallis sorgfältig renoviert. Das Wohnhaus mit dem charakteristischen „Heidechriz“ an den Giebelseiten, das in den letzten Jahren aufgrund seines schlechten Zustands vom Verfall und Abbruch bedroht war, wurde dank Freiwilligenarbeit zum Vorzeigeprojekt.
Dank der Roten Liste des Schweizer Heimatschutzes konnte die Stiftung Baustelle Denkmal das Schicksal des Wohnhauses aus dem 15. Jahrhundert zum Guten wenden. Es wird zukünftig vom Frühling bis Herbst als einfache, aber gemütliche Unterkunft für in der Region tätige Zivildienstleistende und vereinzelt als Ferienunterkunft zur Verfügung stehen. Damit erhält das Heidenhaus eine neue, dauerhafte Nutzung, die es verdient.
Das Heidenhaus ist ein bemerkenswerter Baustein des Spätmittelalters im Goms. Es gibt uns Einblick in die Wohnkultur vergangener Zeiten und wird nun auch für kommende Generationen als wertvolles Kulturgut erhalten bleiben.
24. Juli 2024 | Im Rahmen des Projekts „Die Schweiz vernetzt“, initiiert von SBB Historic, der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE und den Fachstellen für Denkmalpflege, werden denkmalpflegerisch wertvolle Bauten und Bahnanlagen in der Schweiz vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem SBB Historic Magazin beleuchtet das Projekt historische Infrastrukturen und deren Bedeutung.
ARCHEOS-Mitarbeiterin Adeline Zumstein hatte die Gelegenheit, mehrere Beiträge zu den Luzerner Bahnanlagen zu verfassen. In ihren Artikeln betonte sie die historische Bedeutung der Bahnanlagen und deren enge Verbindung zur Stadtentwicklung Luzerns. Besonders der Wandel des Bahnhofs Luzern verdeutlicht eindrucksvoll die Verbindung von Geschichte und Moderne.
24. Juni 2024 | Unsere Mitarbeiterin Deborah Stucky wird ab Sommer 2024 dem Vorstand des Oberwalliser Heimatschutzes angehören. Mit ihrer umfangreichen Erfahrung in der Denkmalpflege und ihrem Engagement wird sie dazu beitragen, das kulturelle Erbe der Region weiter zu stärken. Wir gratulieren Deborah herzlich zu dieser neuen Aufgabe.
24. Mai 2024 | Im Mai 2024 haben die Arbeiten zum Projekt Altstadtportfolio Zürich offiziell mit ersten Begehungen begonnen. Ziel dieses umfassenden Vorhabens ist es, den bedeutenden Gebäudebestand der Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ) in der Altstadt zu erfassen und zu dokumentieren.
Im Rahmen einer detaillierten denkmalpflegerischen Analyse wird für jede Liegenschaft ein sogenanntes «Grundlagenpapier» erstellt. Diese Objektblätter sind von zentraler Bedeutung für die Planung künftiger baulicher Massnahmen und tragen somit wesentlich zum langfristigen Erhalt und zur Entwicklung der städtischen Immobilien in der Zürcher Altstadt bei.
Die Untersuchungen der Liegenschaften erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der städtischen Denkmalpflege Zürich, der Kantonsarchäologie sowie dem Büro für Baugeschichte aus Schaffhausen. Dieses interdisziplinäre Vorgehen stellt sicher, dass das kulturelle Erbe der Altstadt angemessen gewürdigt und geschützt wird.
15. April 2024 | Wichtige Unterlagen zur Kunstdenkmäler-Inventarisation der Stadt Bern, erstellt von Paul Hofer und Luc Mojon, stehen aktuell im Fokus einer langfristigen Archivierungsstrategie. Die Dokumentationen und fotografischen Abzüge, die sich derzeit im Archiv der Kantonalen Denkmalpflege Bern befinden, werden vom Kanton freigegeben. ARCHEOS, das in den vergangenen Jahren die Abzüge zum Berner Münster (Bd. IV) digital erschlossen hat, unterstützt diesen Prozess beratend und arbeitet dabei eng mit der Kantonalen Denkmalpflege und dem Stadtarchiv Bern zusammen.
24. Februar 2024 | Am 15. März ist es wieder soweit: Bereits zum zweiundzwanzigsten Mal öffnet die Museumsnacht Bern ihre Türen für Kulturbegeisterte. Zwischen 18 Uhr und 2 Uhr früh laden 39 teilnehmende Institutionen dazu ein, Kunst, Kultur und Kulinarik auf einzigartige Weise zu erleben.
Ob im Kunstmuseum, wo Pippi Langstrumpf zu Gast ist, bei unkonventioneller Lebensberatung im Naturhistorischen Museum oder einem Konzert von The Sex Organs in der Schule für Gestaltung – das bunte Programm sorgt für abwechslungsreiche Unterhaltung an aussergewöhnlichen Orten. Wer sich hoch hinaus wagen möchte, kann im Berner Münster den Engeln auf dem Münsterturm nahekommen, während die Bundespräsidentin im Chalet Fédéral die Gäste begrüsst.
Auch dieses Jahr lädt die Museumsnacht dazu ein, verborgene Schätze zu entdecken, Neues auszuprobieren und sich in stimmungsvoll beleuchteter Atmosphäre treiben zu lassen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um in die Vielfalt der Berner Kulturwelt einzutauchen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
24. November 2023 | Ein bedeutender Teil der Baugeschichte des Berner Münsters ist eng mit dem Namen «Indermühle» verknüpft. Über drei Generationen hinweg prägte die Familie Indermühle die baulichen Arbeiten am Münster. Der Nachlass von Karl Indermühle, der 1900 die Nachfolge des damaligen Münsterbaumeisters August Müller antrat, enthält eine Fülle von Plänen und Dokumenten, die nun der Berner Münster-Stiftung übergeben wurden.
ARCHEOS hat bereits erste Schritte unternommen, um die Pläne zu sichten und für die weitere Erschliessung vorzubereiten. Doch die langfristige Archivierung der Indermühle-Unterlagen stellt eine Herausforderung dar. Aufgrund der historischen Streuung der Münsterdokumente in verschiedenen Archiven steht noch die Frage im Raum, wo die wertvollen Materialien auf Dauer eingelagert werden sollen. Eine nachhaltige Lösung wird derzeit erarbeitet.
24. Juli 2023 | Im Rahmen der Neukonzeptionierung des Regionalmuseums Binntal wird die bestehende Ausstellung vorerst geräumt. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung, archäologische Funde aus der Region, wird in der aktuellen Woche von der Kantonsarchäologie Wallis sachgerecht verpackt und ins archäologische Depot transportiert. Die Funde und die dazugehörige Dokumentation sollen in näherer Zukunft sorgfältig inventarisiert werden.
Nicht alle Objekte werden allerdings mitgenommen: Neuzeitliche Werkzeuge und archäologische Funde ohne genaue Herkunftsangaben verbleiben vor Ort. Sie sind Bestandteil der volkskundlichen Sammlung Graeser-Andenmatten und werden im Kulturgüterschutz der Gemeinde fachgerecht archiviert.
24. Juni 2023 | Im Rahmen eines innovativen Fortbildungsprogramms hat die ARCHEOS-Mitarbeiterin Deborah Stucky die Möglichkeit erhalten, sich intensiv mit dem traditionellen Putz-Handwerk auseinanderzusetzen. Diese Weiterbildung konzentriert sich insbesondere auf die Herstellung von Kalkmörtel, der seit Jahrhunderten in der Architektur Anwendung findet.
Putze haben nicht nur eine schützende Funktion für Fassaden, Wände und Decken, sondern sind auch ein zentrales Element der Gebäudegestaltung, das den Wandel der Stilepochen widerspiegelt. Sie bieten Einblicke in die Herstellungstechniken, die über Jahrhunderte hinweg verfeinert wurden.
Deborah Stucky wird in dieser Weiterbildung die verschiedenen Herstellungsmöglichkeiten sowie die Vielfalt der verwendeten Materialien und Bearbeitungsverfahren kennenlernen. Diese Kenntnisse sind nicht nur für die Denkmalpflege von Bedeutung, sondern tragen auch dazu bei, das Verständnis für historische Baustile und Techniken zu vertiefen. Mit ihrem Engagement wird sie einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes leisten.
